ENERsign

Pressemitteilung

Aachen, März 2020

Viel Tageslicht im Öko-Quartier

Auf einer Konversionsfläche in München-Bogenhausen wurden Stadthäuser und Atriumhausriegel in Holzbauweise realisiert – im Passivhaus-Standard und mit einem innovativen Mieterstromkonzept. Die enthaltenen 55 Wohnungen entsprechen damit den Prinzipien des „Konzeptionellen Wohnungsbaus“, mit dem die Stadt München qualitativ hochwertigen und bezahlbaren Wohnraum fördert. Für die Verglasung wurde die neueste Generation von Wärmeschutzgläsern aus dem Hause SAINT-GOBAIN Glas verbaut. Dank der hocheffizienten, neuartigen ECLAZ-Beschichtung ist trotz Dreifach-Verglasung für maximale Tageslichtausbeute gesorgt.

Auf dem 30 Hektar großen Gelände der alten Prinz-Eugen-Kaserne im Münchner Osten entsteht ein neues Stadtquartier, der Prinz-Eugen-Park. Geplante 1.800 Wohnungen für 4.000 Menschen verteilen sich auf verschiedene Gebäudetypen, vom Atriumhaus bis zu siebengeschossigen Mehrfamilienhäusern. Darunter sind auch 570 Wohnungen, die die größte zusammenhängende Holzbausiedlung Deutschlands bilden. Mit der Holzbauweise möchte die Stadt München neue Maßstäbe für Klimaschutz und nachhaltige Stadtentwicklung setzen und hat dafür ein eigenes Förderprogramm ins Leben gerufen. Die ökologische Mustersiedlung besteht aus acht Holzbauprojekten und wird von den städtischen Wohnungsbaugesellschaften Gewofag und GWG sowie verschiedenen Baugenossenschaften und Baugruppen realisiert.

Passivhaus-Standard für die Münchener Mischung

In diesem Quartier errichtete das Münchner Architektur- und Projektentwicklungsbüro NEST eine Wohnanlage im Passivhaus-Standard, im Planerjargon kurz P#01 genannt. Die 55 Mietwohnungen verteilen sich auf zwei Stadthäuser und vier Atriumhausriegel und wurden nach den Kriterien des „Konzeptionellen Wohnungsbaus“ (KMB) der Stadt München geplant. Damit will die Stadt bezahlbaren Miet-Wohnraum mit hoher Qualität schaffen und die sogenannte „Münchener Mischung“, also die breite Streuung verschiedener Einkommensgruppen im Quartier, fördern. Jede der 1- bis 4-Zimmer-Wohnungen verfügt über einen kleinen Terrassenhof, einen Balkon oder eine Dachterrasse mit Blick in den Park. Im Erdgeschoss des Stadthauses „West“ befindet sich ein Gemeinschaftsraum, der allen Bewohnern der Anlage für Feiern und andere Aktivitäten zur Verfügung steht. Die Atriumhäuser wurden als reiner Holzbau und die beiden Stadthäuser in Hybridbauweise mit massiver Tragstruktur und nichttragenden Außenwänden in Holzbauweise erstellt.

Der hohe Qualitätsstandard der Anlage zeigt sich in der kompetenten Planung der kompakten Baukörper durch die Architekten und der fachgerechten Ausführung auf der Baustelle ebenso wie in der hochwertigen Ausstattung der familiengerechten und zum Teil barrierefreien Wohnungen. Für die Mieter hochinteressant ist das anspruchsvolle energetische Konzept, das nicht nur dem Klimaschutz dient, sondern auch den Bewohnern finanzielle Anreize für ein klima- und energiebewusstes Wohnen bietet. Die Anlage entspricht den allerhöchsten energetischen Gebäudestandard: dem „KfW Effizienzhaus 40+“-Standard. Die Wohnanlage erfüllt sogar die hohen Anforderungen des Passivhaus-Standards, die einen extrem niedrigen Jahresheizwärmebedarf von lediglich 15 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr (kWh/m²a) und damit im Energieausweis den Eintrag A++ für die Heizwärme sichern. Außenliegender Sonnenschutz, Wohnungslüftungen mit Wärmerückgewinnung und Regenwassernutzung für die WCs sind weitere Pluspunkte, die helfen, den ökologischen Fußabdruck der Bewohner und ihre Nebenkosten zu mindern.

Energiekonzept mit Mieterstrom

Der Strom für die 55 Haushalte wird aus erneuerbaren Energien selbst produziert: Contracting-Partner Polarstern Energie realisierte im P#01 eines der ersten Projekte in Deutschland mit einem Groß-Batteriespeicher und mit Mieterstrommodell. Eine Photovoltaik-Anlage auf den Dächern der Wohnanlage mit einer durchschnittlichen Leistung von 79 Kilowatt peak (kWp) erzeugt rund 80.000 Kilowattstunden Strom im Jahr (kWh/a). Um eine effiziente und faire Stromversorgung aller Mieter zu gewährleisten, wird die auf den Einzelgebäuden erzeugte Strommenge in einem Hausanschluss zusammengeführt. Nichtgenutzter Strom wird in einem großen Solarstromspeicher zwischengelagert und für den späteren Verbrauch gespeichert. Zusammen decken PV-Anlage und Speicher rund 40 Prozent des Gesamtstrombedarfs der Mieter ab. Insgesamt können 88 Prozent des selbst erzeugten Stroms genutzt werden, ohne den Speicher wären es nur knapp die Hälfte. Wenn mehr Strom benötigt wird als die Photovoltaik-Anlage und der Speicher bereitstellen, werden die Haushalte mit Ökostrom des Stromanbieters aus dem Netz versorgt, der ebenfalls zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien erzeugt wurde.
Das innovative Energiekonzept wird vervollständigt durch ein nachhaltiges Mobilitätskonzept auf Basis von Elektromobilität: In der Tiefgarage stehen für alle Mieter Ladestationen für Elektro-Fahrzeuge bereit. Sie sind den jeweiligen Wohnungszählern zugeordnet und werden so direkt mit den Nutzern abgerechnet. Das Konzept ist in ein von allen Akteuren im Prinz-Eugen-Park gemeinsam entwickeltes Mobilitätskonzept eingebettet. Dazu gehören Car-Sharing-Angebote, Fahrrad-Stellplätze, der Verleih von Lastenrädern, Anhängern und Pedelecs. Auch die Planer von NEST waren an der quartierübergreifenden Nahmobilitäts-Infrastruktur-Planung beteiligt.

Tageslicht im Energiekonzept

Bauherren und Architekten des P#01 war die gute Tageslichtversorgung der Wohnungen bei der Planung ein wichtiges Anliegen. Eine gute Versorgung mit Tageslicht über die Fassaden und Fenster ist wesentlich für das Wohlbefinden und die Gesundheit der Bewohner, für die Tiefenausleuchtung der Räume und für die Energiebilanz der Gebäude, denn sie reduziert die Zeit, in der Kunstlicht angeschaltet werden muss. Aus diesen drei Gründen legten die Planer bei der Wahl der Passivhausfenster für die Wohnanlage große Sorgfalt auf die Wahl der verwendeten Gläser. Für den anvisierten Passivhaus Standard sind dreifachverglaste Fenster Pflicht, denn die eingeplanten ENERsign® primus Passivhausfenster tragen mit ihren hohen Wärmedämmwerten (Ug-Wert = 0,6 W/m²K) erheblich zu niedrigen Wärmeverlusten bei. Damit ergibt sich jedoch ein Problem: Die Reflexionsbeschichtungen auf den drei Glasschichten erlauben zwar eine sehr gute Wärmedämmung, aber sie bringen eine stark verringerte Lichttransmission mit sich, denn die aufgedampfte Reflexionsschicht kann bis zu 40 Prozent des Tageslichts schlucken. Für das Projekt P#01 entschieden sich die Planer für die neueste Generation von Wärmeschutzgläsern aus dem Hause SAINT-GOBAIN. Mit den CLIMATOP ECLAZ-Wärmeschutzgläsern konnte eine energieeffiziente Dreifachverglasung mit den hohen Tageslichttransmissionswerten einer Zweifachverglasung realisiert und das Ziel Passivhaus-Standard erreicht werden.
Denn das innovative Wärmeschutzglas CLIMATOP ECLAZ® mit Passivhaus-Zertifikat verbindet beste Dämmeigenschaften mit höchster Lichtdurchlässigkeit, Transparenz und Farbbrillanz. Das im Vergleich zu herkömmlichen Isoliergläsern gleichmäßigere Lichtspektrum sorgt für frische Farben im Innenbereich: Die Räume wirken hell und freundlich, Wände und Vorhänge wirken weißer. Die neuen ECLAZ-Verglasungen lassen dank einer Lichttransmission von 83 % spürbar mehr Tageslicht ins Haus. Kernstück der bahnbrechenden Neuentwicklung ist eine Hochleistungs-Low-E-Beschichtungstechnologie, die effizient die Innenraumwärme nach innen reflektiert und gleichzeitig eine sehr hohe Transparenz besitzt. Sie führt dazu, dass die hochwärmedämmende Dreifach-Verglasung in etwa die hohen Lichttransmissionswerte einer Zweifach-Verglasung erlangt. Bei einem Isolierglasaufbau 4|18|4|18|4 mm wird eine Lichttransmission von 77 % bei einem Ug-Wert von 0,5 Watt pro Quadratmeter und Kelvin (W/m²K) erreicht. Im Vergleich zu ähnlichen Isoliergläsern gelangen so bis zu 11 Prozent mehr Tageslicht ins Zimmer; Sonnenlicht dringt bis zu 10 Prozent tiefer ins Zimmer ein.

Qualität im Wohnungsbau erfordert Teamarbeit

Anspruchsvolle Gebäude wie das P#01 mit guten Energiekonzepten zu planen, erfordert eine enge Zusammenarbeit von Architekten und allen anderen Baubeteiligten. Nur so können die Kriterien zuverlässig erfüllt und erneuerbare Ressourcen sinnvoll eingesetzt werden. Das betrifft im Fall der Passivhaus-Siedlung im Prinz-Eugen-Park insbesondere die gute Kooperation von Architekten, Fachplanern und Partnern aus der Industrie, wie zum Beispiel der Architektenberatung von SAINT-GOBAIN Glass, mit der gemeinsam die für das Projekt beste Lösung gefunden werden konnte.

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Objektdaten

  • Objekt: Passivhaus-Siedlung NEST Eco+
  • Bauherr: Privater Eigentümer
  • Standort: Prinz- Eugen-Park – WA 3 West, Ruth-Drexel-Straße, 81927 München
  • Architekt: NEST EcoArchitektur, Michael Joachim, Sonja Joachim GbR, Baumkirchner Str. 4, 81673 München, www.nest-ecoarchitektur.de
  • Geförderte Wohnungen: 20 Prozent, ca. 12 – 15 Wohnungen
  • Wohnungsmix: 1- bis 4-Zimmer-Wohnungen
  • Mieterstromkonzept: Polarstern, www.polarstern-energie.de
  • Glasherstellung: Saint-Gobain Building Glass Europe
  • Glas: CLIMATOP ECLAZ-Wärmeschutzglas, 3fach-Isolierverglasung
  • Fenster: ENERsign® GmbH
  • Fertigstellung: 2018 / 2019

Download
Pressetext und Foto stehen für Sie unter folgendem Link zum Download bereit: http://download.proesler.com/sg_Muenchen.zip

Weitere Informationen:
Saint-Gobain Building Glass Deutschland
Eva Selle
T +49 (0)24 02/121-888
Mobil: +49 172 2824119
Nikolausstraße 1 • D-52222 Stolberg (Rheinland)
eva.selle@saint-gobain.com
www.saint-gobain-glass.com

Pressekontakt:
Proesler Kommunikation
Simone Langenstein
T + 49 7071 234-16
F + 49 7071 234-18
Karlstraße 2 • D-72072 Tübingen
s.langenstein@proesler.com
www.proesler.com

ÜBER SAINT-GOBAIN
Saint-Gobain entwickelt, produziert und vertreibt Materialien und Produktlösungen, die einen wichtigen Beitrag für unser Wohlbefinden und unsere Zukunft leisten. Diese Werkstoffe umgeben uns täglich in unseren Lebensräumen und im Alltag: in Gebäuden, Transportmitteln und Infrastrukturen sowie in zahlreichen industriellen Anwendungen. Unsere Systemlösungen sorgen für Komfort, Leistung und Sicherheit und berücksichtigen gleichzeitig die Anforderungen des nachhaltigen Bauens, des effizienten Umgangs mit Ressourcen und des Klimawandels.

42,6 Milliarden Euro Umsatz in 2019
In 68 Ländern vertreten
171.000 Mitarbeiter

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Willkommen im ENERsign® Preis-Konfigurator mit U-Wert Fenster Berechnung:

Sie möchten nicht erst mühsam verschiedene Angebote einholen, sondern gleich Richtpreise und U-Werte für unser hochwertiges ENERsign®primus Fenster erfahren? Dann probieren Sie unseren Preis-Konfigurator, hier können Sie nach Belieben Ihre Wunschfenster zusammenstellen und verschiedene Größen und Ausführungen ausprobieren.

Sie benötigen lediglich die gewünschten Maße und Fenstertypen und können sofort drauflos konfigurieren. Der Fensterpreis und U-Wert Fenster wird automatisch angepasst, sodass Sie immer den Überblick behalten und direkt vergleichen können.

Kompromisslos sind wir beim angebotenen Produkt:
ENERsign®primus Elemente mit mindestens einer dreifachen Verglasung mit einem U-Wert Glas von 0,52 W/m²K und einem g-Wert von 53%. Weitere Ausführungen und spezielle Gläser sind auf Anfrage möglich.

Willkommen im ENERsign®  U-Wert Fenster-Konfigurator:

Der U-Wert Fenster wird auch Wärmedurchgangskoeffizient genannt und gibt nach der Norm DIN EN 10077 an, wie hoch die Menge an Wärmeenergie ist, die durch ein Fenster nach draussen verloren geht.

Berechnet wird der U-Wert Fenster mit der Formel W/(m²K), also Watt pro Quadratmeter und Kelvin. Dieser Wert bezieht sich auf das gesamte Fenster und definiert die Energiemenge pro Zeiteinheit, die durch eine Fläche von einem Quadratmeter fließt, wenn sich auf beiden Seiten die Lufttemperatur um ein Kelvin unterscheidet. Je geringer dieser Wert ist, desto weniger Energie bzw. Wärme gibt das Fenster ab.

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